Der Weiterbildungspass für LehrlingsausbilderInnen ist eine Initiative des Landes Tirol unter Mitwirkung der Wirtschaftskammer Tirol und der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Tirol und wird vom Ausbilderforum Tirol umgesetzt.
| Laden Sie sich hier den Leitfaden zum WEITERBILDUNGSPASS FÜR LEHRLINGSAUSBILDERINNEN herunter (pdf-Dokument, 761KB). Darin sind alle Informationen zum Antrag enthalten. |
Interessierte Ausbilderinnen und Ausbilder erhalten den Weiterbildungspass
und sämtliche Informationen beim Ausbilderforum.
Kaiserjägerstraße 4a, 6020 Innsbruck
Telefon: 0512/56 27 91-23, Fax: 0512/56 27 91-51, Mobil: + 43 (0) 664 5010573,
email: office@ausbilderforum.at
http://www.ausbilderforum.at
Leitfaden zum Weiterbildungspass für LehrlingsausbilderInnen
Sie können sich hier den Leitfaden zum WEITERBILDUNGSPASS FÜR LEHRLINGSAUSBILDERINNEN herunter laden (pdf-Dokument, 761KB).
Liebe Ausbilderin,
lieber Ausbilder, Das Land Tirol und vor allem die Jugend des Landes zählt auf Sie,
liebe Ausbilderin, lieber Ausbilder. |
| Rasante Änderungen in den beruflichen Anforderungen kennzeichnen
das heutige Wirtschaftsleben. Gerade AusbilderInnen und Ausbilder müssen sich weiterbilden um "auf dem letzten Stand" zu sein und den Jugendlichen ein Vorbild zu geben. Mag. (FH) Manfred J. Heidegger, Siemens AG Österreich, Industrieelektroniker, Leiter des Geschäftsbereiches "Industrial Solutions&Services" in Tirol |
| Ich, als Ausbilderin, freue mich sehr darüber, dass es mit dem
Weiterbildungspass nun endlich einen Nachweis über die
Qualifikation und den persönlichen Einsatz der AusbilderInnen gibt. Mit diesem Nachweis wird ein erster Schritt in die richtige Richtung getan. Der Pass wird dazu beitragen, den AusbilderInnen die Anerkennung zukommen zu lassen, die sie verdienen. Die von allen gewünschten und immer wieder geforderten Ausbildungsplätze für unseren Nachwuchs werden nur dann geschaffen, wenn man beginnt, auch politisch und öffentlich, die Arbeit und den Einsatz der AusbilderInnen zu würdigen. Brigitte Rasch, Ausbilderin, Buchhalterin, Lohn- und Personalverrechnerin. Weitere abgeschlossene Berufe: Bürokauffrau und Floristin. |
Ausbilderinnen und Ausbilder in den Tiroler Unternehmen leisten hervorragende
Arbeit. Mit der Initiative "Ausgezeichneter Tiroler Lehrbetrieb" hat Tirol schon vor
Jahren ein starkes Zeichen gesetzt. Das Projekt "Weiterbildungspass für LehrlingsausbilderInnen" ist weit mehr als eine Ergänzung dazu, denn der Stellenwert der Ausbilderinnen und Ausbilder für die Unternehmen, die Jugend und unsere Gesellschaft kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Der Weiterbildungspass für LehrlingsausbilderInnen ist eine Initiative des Ausbilderforums im Auftrag des Landes Tirol. Er dient dem Nachweis und der Zertifizierung von absolvierten Fortbildungsmaßnahmen der Tiroler LehrlingsausbilderInnen. Diese Auszeichnung anerkennt das hohe Engagement und fördert die Weiterbildung der LehrlingsausbilderInnen in allen Branchen.
Vorrangiges Ziel ist die Qualifizierung von Lehrlingsausbilderinnen und Lehrlingsausbildern nicht nur in fachlicher Hinsicht, sondern vor allem in den Bereichen Personal, Sozial und
Methodenkompetenz.
Ziel ist die Dokumentation und der Nachweis von absolvierten Fortbildungsmaßnahmen,
welche von Tiroler Lehrlingsausbilderinnen und -ausbildern zur Erhöhung
Ihrer Qualifikationen im Lehrlingsausbildungsbereich absolviert wurden. Das Resultat
bestens ausgebildeter Ausbilderinnen und Ausbilder wiederum ist eine stetige
Qualitätsverbesserung in der dualen Ausbildung – zum Wohl der Unternehmen, der
Gesellschaft und jedes einzelnen Lehrlings.
Mit dem Projekt "Weiterbildungspass für LehrlingsausbilderInnen" sollen Ausbilderinnen
und Ausbilder zum lebenslangen Lernen motiviert und dabei unterstützt werden.
Wichtig ist dem Ausbilderforum außerdem, durch die Empfehlung von Themenkreisen,
Richtungen vorzugeben, die den Anforderungen der Zukunft entsprechen.
Die Ausbilderinnen und Ausbilder selbst erfahren Anerkennung durch die Verleihung
von Zertifikaten und Diplomen. Somit ist ihnen ein Instrument in die Hand gelegt,
um – neben der fachlichen Qualifikation – auch ihre Selbst- und Sozialkompetenz zu
dokumentieren.
AusbilderInnen für die Gesellschaft
Ausbildung ist die Grundlage für eine funktionierende Gesellschaft.
Niedrige Arbeitslosenzahlen und eine der höchsten Beschäftigungsraten in Europa
sind eine Folge konsequenter Bildungs- und Ausbildungspolitik der Betriebe und der
Verantwortlichen der Landesregierung, der Wirtschaftskammer und der Arbeiterkammer
Tirols.
Der eigentliche Schlüssel zum Erfolg liegt in den Händen jener, die unsere Jugend
täglich (aus-)bilden und erziehen: In den Händen der Lehrerinnen und Lehrer in den
Pflicht- und Berufsschulen. In den Händen der Ausbilderinnen und Ausbilder in
Gewerbe und Handwerk, Industrie, Handel, Gastronomie, Tourismus und
Dienstleistungsunternehmen.
Auch die steigende Anzahl von Lehrlingen, die nach ihrer Lehrzeit die Berufsreifeprüfung
absolvieren, ist ein Kennzeichen für die hohe Qualität dieses
Bildungsweges in Tirol.
AusbilderInnen für die Jugend
Ausbildung entscheidet über die Zukunft der Jugendlichen.
Ein Großteil der 276.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Tirol sind ehemalige
Lehrlinge. Zur Zeit machen circa 13.000 junge, hoffnungsvolle Menschen in mehr als
4.500 Firmen eine Lehre. Sie lernen von engagierten Fachkräften und in kurzer Zeit
werden sie selbst wertvolle Fachkräfte, hoch qualifizierte MitarbeiterInnen oder sogar
Unternehmer sein (Daten der WK-Tirol).
Beruflicher oder materieller Erfolg ist allerdings nicht das einzige Kriterium einer zeitgemäßen
Karrieredefinition. Karriere in ganzheitlichem Sinn beinhaltet auch die
Förderung und Entwicklung des Persönlichkeitspotentials, das qualitative Wachstum
zur selbstbestimmten, selbstverantwortlichen, kritik- und kommunikationsfähigen
Persönlichkeit. Geschulte Ausbilderinnen und Ausbilder fördern diese Entwicklung und
legen so den Grundstein für "Karriere" in einem weit gefassten Verständnis.
AusbilderInnen für die Wirtschaft
Ausbildung ist der Motor der Wirtschaft.
Ehemalige Lehrlinge arbeiten heute als betriebliche ExpertInnen oder übernehmen
Managementaufgaben. Sie sind erfolgreich im Handwerk oder im Tourismus, sie sind
anerkannte Fachkräfte, machen Karriere in allen Sparten der Wirtschaft und gründen
oft selbst ein Unternehmen.
Die Struktur unserer Wirtschaft, mit ihrer Vielfalt an erfolgreichen Branchen und
Unternehmen, wäre ohne diese jahrzehntelange, positive Entwicklung nicht denkbar.
Der Weiterbildungspass für LehrlingsausbilderInnen ist eine Initiative des
Ausbilderforums Tirol im Auftrag des Landes Tirol. Das Ausbilderforum ist keine
Bildungseinrichtung im herkömmlichen Sinn. Zusätzlich zu eigenen Kursen und
Seminaren, veranstaltet das Ausbilderforum auch Vernetzungsaktivitäten, wie etwa
den jährlichen Tiroler LehrlingsausbilderInnen Kongress. Die Administration und
Verwaltung des Weiterbildungspasses für LehrlingsausbilderInnen wird vom
Ausbilderforum durchgeführt. Im Zuge dieser Tätigkeit, strukturiert und bewertet das
Ausbilderforum die (Weiter-) Bildungsangebote bestehender Institutionen für eine
Qualifikation von LehrlingsausbilderInnen – und lässt somit deren Können öffentliche
Anerkennung zukommen.
Die Weiterbildungsempfehlungen des Weiterbildungspasses richten sich insbesondere
auf die beiden Themenkreise Selbst- und Sozialkompetenz, die neben der vorauszusetzenden
fachlichen Qualifikation immer wichtiger werden. Die Weiterbildungsinstitutionen
des Landes bieten ein breit gefächertes Kurs- und Seminarangebot an,
das zu diesen Themenkreisen gezählt werden kann.
Selbstkompetenz
Die Vermittlung von Selbstkompetenzen an jugendliche Lehrlinge ist ein dauernder,
täglicher Prozess während der gesamten Lehrlingsausbildung. Diese Vermittlung
erfolgt sehr oft unbewusst, zum Beispiel durch die so wichtige Vorbildwirkung der
AusbilderInnen. Um den gestiegenen Anforderungen zu genügen, muss sie aber in
Zukunft sicher gezielter durchgeführt werden. Unter Selbstkompetenzen verstehen wir
Fähigkeiten der Jugendlichen wie: Selbsteinschätzung, Selbstbewusstsein und
Selbstständigkeit, Konzentration, Kreativität, Zuverlässigkeit und Ausdauer, Wertebewusstsein,
Neugier- Lern- und Leistungsbereitschaft. Um diese Kompetenzen vermitteln
zu können, empfehlen wir Weiterbildungen, die das Verständnis für die individuelle
Situation der Jugendlichen fördern, alle Bereiche der Pädagogik, Ausdrucksfähigkeit,
Sprache und Rhetorik, Kreativität, Moderation und Coaching.
Sozialkompetenz
Darunter verstehen wir Fähigkeiten der Jugendlichen, sich im sozialen Umfeld des
Unternehmens, der Familie oder des Freundeskreises sicher und wertschaffend zu
bewegen: Kommunikations- und Teamfähigkeit, Kooperation und Abgrenzung, die
Fähigkeit zu konstruktiver Kritik, Respekt und Toleranz. Dazu empfehlen wir Weiterbildungen
im Bereich der Teamarbeit, Coaching, Psychologie, Gruppendynamik,
Konfliktmanagement, Pädagogik, Führung- und Persönlichkeitsentwicklung.
Für detaillierte Auskünfte stehen das Ausbilderforum und die Kundeninformationen der Weiterbildungsinstitutionen zur Verfügung.
Der Weg zur Diplomierten Lehrlingsausbilderin bzw. zum Diplomierten Lehrlingsausbilder
Wer kann den Weiterbildungspass beantragen?
Basis für eine Teilnahme am „Weiterbildungspass für LehrlingsausbilderInnen“ ist die
Ausbilderprüfung oder das Ausbildertraining mit Fachgespräch.
Wo kann man den Weiterbildungspass beantragen?
Interessierte Ausbilderinnen und Ausbilder erhalten den Weiterbildungspass und alle
notwendigen Informationen beim Ausbilderforum. Auch auf der Homepage des
Ausbilderforums "http://www.ausbilderforum.at" erfahren Sie mehr.
Wie funktioniert der Weiterbildungspass
Der Weiterbildungspass gliedert sich in drei Qualifikationsstufen. Für jede Stufe werden
die von Ihnen absolvierten Fortbildungen eingetragen, die die Inhalte der weiter
unten dargestellten Qualifizierungsbereiche aufweisen. Die absolvierten Fortbildungsmaßnahmen,
wie sie in den maßgeschneiderten Kursen und Seminaren des
Ausbilderforums oder bei allen anderen Weiterbildungseinrichtung, wie z. B. des WIFI,
des BFI oder ähnlicher Institutionen angeboten werden, werden nach einem ebenfalls
unten dargestellten System mit Bildungspunkten bewertet. Anhand der vorgegebenen
Kriterien des Weiterbildungspasses können Sie selbst die in den Kursen, Seminaren
und firmeninternen Trainings- und Ausbildungsprogrammen erreichten Bildungspunkte
einordnen. Die endgültige Zuordnung obliegt der Jury. Berücksichtigt werden alle
Weiterbildungsveranstaltungen, die innerhalb der letzten 5 Jahre besucht wurden.
Stichtag ist das Datum des Antrags (Eingangsstempel beim Ausbilderforum) bzw. die
Kurstermine der Weiterbildungsaktivitäten.
Für jede Qualifikationsstufe muss eine bestimmte Anzahl von Bildungspunkten nachgewiesen
und – ab der zweiten Stufe – eine Projektarbeit erarbeitet werden. Nach
dem Erreichen der erforderlichen Punkteanzahl einer Qualifikationsstufe steigt man in
die nächste Stufe auf. Zwar können Fortbildungs-maßnahmen der nächst höheren
Stufe vor der Erfüllung aller Erfordernisse der vorigen Stufe absolviert werden, ein Überspringen einer Stufe ist aber nicht möglich (eine Zertifizierung einer bestimmten
Stufe setzt die Zertifizierungen aller vorherigen Stufen voraus).
Das Erreichen aller Erfordernisse für eine Qualifikationsstufe wird vom Ausbilderforum
dokumentiert. Nach erfolgreichem Durchlaufen aller drei Stufen wird das Dekret „Diplomierte Lehrlingsausbilderin/diplomierter Lehrlingsausbilder“ vom Land Tirol
verliehen.
Die Zertifizierung im Rahmen des Weiterbildungspasses für LehrlingsausbilderInnen erfolgt |
Qualifikation in drei Stufen
Die Qualifikation und Auszeichnung der Ausbilderinnen und Ausbilder im Rahmen des
Weiterbildungspasses erfolgt in drei Stufen:
Qualifikationsstufe 1:
Erlangung des „Lehrlingsausbildungszertifikates Stufe 1“ mit 25 Bildungspunkten
Qualifikationsstufe 2:
Erlangung des „Lehrlingsausbildungszertifikates Stufe 2“ mit 40 weiteren Bildungspunkten
und einer Projektarbeit
Qualifikationsstufe 3:
Auszeichnung „Diplomierte/r LehrlingsausbilderIn“ mit 70 weiteren Bildungspunkten
und einer Projektarbeit.
In diesen drei Stufen gibt es fünf Themenbereiche, für die je nach Qualifikationsstufe
eine bestimmte Anzahl von Bildungspunkten erreicht werden muss:
1. Qualifizierungsbereich „Persönlichkeit“
2. Qualifizierungsbereich „Umgang mit Jugendlichen“
3. Qualifizierungsbereich „Fachliche Qualifikation“
4. Qualifizierungsbereich „Arbeitsmethoden“
5. Qualifizierungsbereich „Jugend und Gesellschaft“
Qualifikationsstufe 1
|
Mindestpunkte |
1) Persönlichkeit: mögliche Themen sind: Selbstmanagement, Gesprächsführung, Rhetorik, Präsentation, Moderation, Kommunikation, Gedächtnistraining, Sprachen, usw. |
6 Punkte |
2) Umgang mit Jugendlichen: mögliche Themen sind: Führungsverhalten, Teambildung, Teamverhalten, Gruppendynamik, Konfliktbewältigung, Lernmotivation, usw. |
12 Punkte |
3) fachliche Qualifikation: mögliche Themen sind: neue Technologien, neue Anforderungen bei Dienstleistungen, EDV, usw. |
7 Punkte |
| Mindestpunkteanzahl auf Stufe 1 | 25 Punkte |
Qualifikationsstufe 2
Qualifizierungsbereich |
Mindestpunkte |
1) Persönlichkeit: mögliche Themen sind: Selbstmanagement, Gesprächsführung, Rhetorik, Präsentation, Moderation, Kommunikation, Gedächtnistraining, Sprachen, NLP-Techniken, usw. |
12 Punkte |
2) Umgang mit Jugendlichen: mögliche Themen sind: Führungsverhalten, Teambildung, Teamverhalten, Gruppendynamik, Konfliktbewältigung, Lernmotivation, usw. |
20 Punkte |
3) Arbeitsmethoden : mögliche Themen sind: Lernmodelle, Projektmanagement, Ausbildungsplanung, Erfolgskontrolle, Qualitätsmanagement, usw. |
8 Punkte |
| Mindestpunkteanzahl auf Stufe 2 | 40 Punkte |
Für diese Qualifikationsstufe ist zusätzlich zu den Bildungspunkten die Ausarbeitung einer mindestens zehnseitigen Projektarbeit gefordert. Es soll dabei ein konkretes Projekt beschrieben werden, das im Rahmen der Ausbildungstätigkeit durchgeführt wurde. Dabei können zur Erstellung der Projektarbeit vom Ausbilderforum nach Möglichkeit Hilfestellungen und Beratung angeboten werden.
Qualifikationsstufe 3 = „Diplomierte/r Lehrlingsausbilder/in“
|
Qualifizierungsbereich |
Mindestpunkte |
1) Persönlichkeit, Führung, Coach: mögliche Themen sind: Selbstmanagement, Gesprächsführung, Rhetorik, Präsentation, Moderation, Kommunikation, Mediation, Gedächtnistraining, NLP-Techniken, Coaching, usw. |
20 Punkte |
2) Jugend und Gesellschaft: mögliche Themen sind: Jugend heute, Jugendkulturen, Entwicklungspsychologie, Jugend und Wertewandel, Jugend und politische Mitbestimmung, usw. Denkbar ist in diesem Bereich auch die Bewertung des Engagements in Prüfungskommissionen, bei Elternabend, im Ausbilderforum o.ä. |
30 Punkte |
3) Arbeitsmethoden: mögliche Themen sind: Lernmodelle, Projektmanagement, Ausbildungsplanung, Erfolgskontrolle, Qualitätsmanagement, usw. |
20 Punkte |
Mindestpunkteanzahl auf Stufe 3 |
70 Punkte |
Auch für die Stufe 3 ist die Erarbeitung und Beschreibung eines Projektes gefordert. Ablauf und Themenbereiche sind mit jenen der Stufe 2 identisch.
Anrechenbar sind Weiterbildungsmaßnahmen, welche nicht länger als fünf Jahre zurück liegen.
Die Bildungspunkte sind ein leicht nachvollziehbares System, um Ihre Weiterbildungsaktivitäten
und -initiativen zu bewerten. Bildungspunkte können in Vorträgen,
Seminaren, Workshops und Lehrgängen gesammelt und von den TeilnehmerInnen
selbst, anhand der Kriterien des Weiterbildungspasses, strukturiert werden. Die endgültige
Zuordnung obliegt der Jury.
Jede besuchte Weiterbildungsveranstaltung wird nach folgenden Kriterien beurteilt
und mit Bildungspunkten bewertet:
nach Art der Weiterbildung:
1 Punkt für Vorträge und Referate
3 Punkte für Seminare, Kurse, Workshops und Lehrgänge
nach der Dauer der Veranstaltung:
1 Punkt für Veranstaltungen bis zu 3 Stunden
3 Punkte bei 4 bis 12 Stunden
5 Punkte über 12 Stunden
nach dem persönlichen Zeitaufwand:
1 Punkt für Kursbesuch während der Arbeitszeit
2 Punkte für Kursbesuch in der Freizeit
wenn die Ausbildung mit einer Prüfung oder Arbeitsaufgabe abgeschlossen wurde:
2 Punkte für einen positiven Abschluss
Weitere Kriterien der Punktevergabe:
Fehlen für die Stufe 1 noch Punkte, die Stufe 2 ist aber schon vollständig, dann muss
zuerst die Stufe 1 erfüllt werden, um für Stufe 2 ein Zertifikat verliehen zu bekommen.
Es können Kurse für die Stufe 3 absolviert werden, auch wenn die ersten zwei Stufen
noch nicht erreicht wurden.
Für die Qualifikationsstufen 2 und 3 ist, zusätzlich zu den Bildungspunkten, die
Ausarbeitung einer mindestens zehn- bzw. zwanzigseitigen Projektarbeit gefordert. Es
soll ein konkretes Projekt beschrieben werden, das im Rahmen der Ausbildungstätigkeit
von den AntragstellerInnen durchgeführt wurde. Es kann in der Projektarbeit
aber auch ein geplantes oder gewünschtes Projekt bearbeitet werden.
Dies kann auch als Impuls genommen werden, um ein neues Projekt zur Ausbildungsoptimierung
zu initiieren und durchzuführen. Zur Erstellung der Projektarbeit kann vom
Ausbilderforum nach Möglichkeit Hilfestellung und Beratung angeboten werden.
Das Ausbilderforum bietet ein Seminar an, in dem man ganz gezielt bei der Erstellung der Projektarbeiten begleitet wird.
Kerninhalte der Projektarbeit: Ausgangssituation und Problemstellung Einige Beispiele für Projektthemen: Förderung lernschwacher Lehrlinge |
Ein Beispiele eine Projektarbeiten zum Anschauen und Herunterladen Die ersten drei Lehrtage als Erlebnis in der „NAFING-HÜTTE“ (pdf-Dokument, 561 KB) |
Zum Herunterladen: |
Der Zeitpunkt des Projektbeginns obliegt der Entscheidung der AusbilderInnen. Sie
werden sich nach den Gegebenheiten und Erfordernissen ihres Ausbildungsbetriebes
richten. Die Erstellung von Projektarbeiten kann – je nach Thema und Beobachtungszeitraum
– sehr unterschiedlich lange Perioden umfassen.
Ausarbeitung und Abgabe der Projektarbeit
Jährlich per Mitte April können die Projektarbeiten beim Ausbilderforum eingereicht
werden (bitte schriftlich in zweifacher Ausfertigung einreichen.). Sollte die Jury bis
Mitte Juni zur Ansicht kommen, dass die Projektarbeit noch nicht auszeichnungswürdig
ist, besteht bis Mitte August Gelegenheit, Verbesserungen vorzunehmen und das
Projekt noch einmal einzureichen.
Bei Vorliegen einer ausreichenden Anzahl von Weiterbildungsveranstaltungen (sowie
ab Stufe 2 einer Projektarbeit), können die Unterlagen (bzw. die fertige Arbeit) beim
Ausbilderforum eingereicht werden. Dazu senden Sie Ihren Weiterbildungspass mit
Ihren Unterlagen an das Ausbilderforum. Aus den Unterlagen müssen folgende
Informationen ersichtlich sein:
Kurstitel und -dauer
Inhalt
Datum
Kontaktdaten der Bildungsinstitution
Wir bitten Sie, die Besuchsbestätigungen und allfällige Zeugnisse der von Ihnen
angeführten Weiterbildungen Ihrem Antrag in Kopie beizulegen.
Beigelegt soll ein Kurzbrief werden, mit Ihren Kontaktdaten, Datum und Ihrer Unterschrift
und folgendem Inhalt: „Hiermit beantrage ich die Bestätigung und Zertifizierung
meiner Weiterbildungen im Rahmen des Weiterbildungspasses für LehrlingsausbilderInnen.“
Die Unterlagen können unabhängig von einem fixen Termin jederzeit eingereicht werden.
Allerdings können für die Verleihung der Zertifikate und Diplome des jeweilig laufenden
Jahres nur mehr jene Unterlagen berücksichtigt werden, die bis Mitte August
des laufenden Jahres beim Ausbilderforum einlangen.
Sie erhalten bis Mitte September Bescheid über Ihren Status Quo, bzw. ob Sie sich
schon für ein Zertifikat oder für die Auszeichnung „Diplomierte/r LehrlingsausbilderIn“
qualifiziert haben.
Angerechnet werden all jene Veranstaltungen, die nicht länger als 5 Jahre zurück
liegen. Stichtag ist das Datum des Antrags (Eingangsstempel beim Ausbilderforum)
bzw. die Kurstermine der Weiterbildungsaktivitäten.
Abgabetermin für Projektarbeiten ist Mitte April jeden Jahres. Beginn ist
jederzeit möglich.
Abgabetermin für alle Unterlagen, die noch im laufenden Jahr bei der Verleihung
berücksichtigt werden sollen, ist Mitte August jeden Jahres.
Bis Mitte September jeden Jahres erhalten alle TeilnehmerInnen Bescheid über
den Status Quo.
Eine Jury aus Bildungsverantwortlichen sowie AusbildungspraktikerInnen, die vom
Land Tirol, der Tiroler Wirtschaftskammer sowie der Tiroler Arbeiterkammer ernannt
werden, entscheidet über die Gewichtung und Bewertung der jeweiligen
Bildungsmaßnahme und der Projektarbeit. Die Jury prüft den Antrag und verleiht das entsprechende Zertifikat.
Der Jury obliegt im wesentlichen die Anerkennung von Bildungsveranstaltungen für den Weiterbildungspass sowie die Punktebewertung im allgemeinen anhand von exakten Kriterien, wobei alle Bildungsveranstaltungen angerechnet werden können, die seitens des Betriebes selbst oder eines Bildungsträgers urchgeführt wurden und den geschilderten Anforderungen entsprechen und
im Einzelfall die Beurteilung einer absolvierten Fortbildungsmaßnahme als geeignete Maßnahme im Sinne dieser Richtlinien und die punktemäßige Gewichtung der für die Eintragung in den Weiterbildungspass eingereichten Bildungsmaßnahme, sowie die Beurteilung der Projektarbeit.
Eine Berufungsmöglichkeit gegen die Juryentscheidung besteht nicht.
Die feierliche Übergabe der Zertifikate und Diplome durch das Land Tirol erfolgt im
Rahmen des jährlich im Oktober/November vom Ausbilderforum organisierten „Tiroler
LehrlingsausbilderInnen Kongresses“.
Interessierte Ausbilderinnen und Ausbilder erhalten den Weiterbildungspass
und sämtliche Informationen beim Ausbilderforum:
Kaiserjägerstraße 4a, 6020 Innsbruck
Telefon: 0512/56 27 91-23, Fax: 0512/56 27 91-51, Mobil: + 43 (0) 664 5010573,
email: office@ausbilderforum.at
http://www.ausbilderforum.at
Wir wünschen viel Erfolg!