WEITERBILDUNGSPASS FÜR LEHRLINGSAUSBILDERINNEN


Der Weiterbildungspass für LehrlingsausbilderInnen ist eine Initiative des Landes Tirol unter Mitwirkung der Wirtschaftskammer Tirol und der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Tirol und wird vom Ausbilderforum Tirol umgesetzt.

Laden Sie sich hier den Leitfaden zum WEITERBILDUNGSPASS FÜR LEHRLINGSAUSBILDERINNEN herunter (pdf-Dokument, 761KB). Darin sind alle Informationen zum Antrag enthalten.

Interessierte Ausbilderinnen und Ausbilder erhalten den Weiterbildungspass und sämtliche Informationen beim Ausbilderforum.

Kaiserjägerstraße 4a, 6020 Innsbruck
Telefon: 0512/56 27 91-23, Fax: 0512/56 27 91-51, Mobil: + 43 (0) 664 5010573,
email: office@ausbilderforum.at
http://www.ausbilderforum.at

Leitfaden zum Weiterbildungspass für LehrlingsausbilderInnen

Zum Geleit
  Der Weg zur Diplomierten Lehrlingsausbilderin bzw. zum Diplomierten Lehrlingsausbilder
     
Beweggründe für den Weiterbildungspass   Qualifikationsstufen
     
Ziele des Weiterbildungspasses für LehrlingsausbilderInnen   Punktesystem und Kriterien
     
Stellenwert der AusbilderInnen   Projektarbeit und Beurteilungskriterien
     
Wer steht dahinter? Aufbau und Organisation   Einreichung der Unterlagen für den Weiterbildungspass für LehrlingsausbilderInnen
     
Ganzheitliche Lehrlingsausbildung verlangt nach ganzheitlicher Qualifikation der AusbilderInnen   Fristen
     
Auszeichnung - Verleihung der Diplome und Zertifikate   Jury

Sie können sich hier den Leitfaden zum WEITERBILDUNGSPASS FÜR LEHRLINGSAUSBILDERINNEN herunter laden (pdf-Dokument, 761KB).



Zum Geleit

Liebe Ausbilderin, lieber Ausbilder,

AusbilderInnen sind tragende Säulen nicht nur der Wirtschaft und der Betriebe, sondern vor allem auch der Gesellschaft. Sie sind es, die
unsere Lehrlinge ausbilden und dafür sehr viel Zeit für die jungen Menschen aufwenden. Sie vermitteln nicht nur Fachwissen, sondern
verstärkt soziale Kompetenzen. AusbilderInnen sind nicht nur Lehrer: Sie sind Vertraute, Motivationskünstler, Psychologen, Vorgesetzte,
Freunde, Erzieher, manchmal sogar Elternersatz. Um diesen vielen Anforderungen gerecht zu werden, brauchen die AusbilderInnen ein
gutes fachliches, methodisches und pädagogisches Rüstzeug. Sie brauchen aber auch die Anerkennung ihrer bemerkenswerten
Leistungen für Gesellschaft und Wirtschaft.
Die ständige Weiterbildung aller AusbilderInnen muss – gerade in unserer schnelllebigen Zeit, wo Veränderungen an der Tagesordnung
sind – den Verantwortungsträgern in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ein großes Anliegen sein. Diesem Ziel trägt das Land Tirol nun
mit dem Weiterbildungspass für LehrlingsausbilderInnen Rechnung.

Das Land Tirol und vor allem die Jugend des Landes zählt auf Sie, liebe Ausbilderin, lieber Ausbilder.
Dr. Elisabeth Zanon, LRin für Arbeitsmarkt- und Arbeitnehmerförderung, Ärztin

Rasante Änderungen in den beruflichen Anforderungen kennzeichnen das heutige Wirtschaftsleben. Gerade AusbilderInnen und Ausbilder
müssen sich weiterbilden um "auf dem letzten Stand" zu sein und den Jugendlichen ein Vorbild zu geben.
Mag. (FH) Manfred J. Heidegger, Siemens AG Österreich,
Industrieelektroniker, Leiter des Geschäftsbereiches "Industrial Solutions&Services" in Tirol
Ich, als Ausbilderin, freue mich sehr darüber, dass es mit dem Weiterbildungspass nun endlich einen Nachweis über die Qualifikation und den persönlichen Einsatz der AusbilderInnen gibt.
Mit diesem Nachweis wird ein erster Schritt in die richtige Richtung getan. Der Pass wird dazu beitragen, den AusbilderInnen die Anerkennung zukommen zu lassen, die sie verdienen. Die von allen gewünschten und immer wieder geforderten Ausbildungsplätze für
unseren Nachwuchs werden nur dann geschaffen, wenn man beginnt, auch politisch und öffentlich, die Arbeit und den Einsatz der
AusbilderInnen zu würdigen.
Brigitte Rasch, Ausbilderin, Buchhalterin, Lohn- und Personalverrechnerin.
Weitere abgeschlossene Berufe: Bürokauffrau und Floristin.


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Beweggründe für den Weiterbildungspass

Ausbilderinnen und Ausbilder in den Tiroler Unternehmen leisten hervorragende Arbeit. Mit der Initiative "Ausgezeichneter Tiroler Lehrbetrieb" hat Tirol schon vor
Jahren ein starkes Zeichen gesetzt. Das Projekt "Weiterbildungspass für LehrlingsausbilderInnen" ist weit mehr als eine Ergänzung dazu, denn der Stellenwert der Ausbilderinnen und Ausbilder für die Unternehmen, die Jugend und unsere Gesellschaft kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Der Weiterbildungspass für LehrlingsausbilderInnen ist eine Initiative des Ausbilderforums im Auftrag des Landes Tirol. Er dient dem Nachweis und der Zertifizierung von absolvierten Fortbildungsmaßnahmen der Tiroler LehrlingsausbilderInnen. Diese Auszeichnung anerkennt das hohe Engagement und fördert die Weiterbildung der LehrlingsausbilderInnen in allen Branchen.

 

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Ziele des Weiterbildungspasses für LehrlingsausbilderInnen

Vorrangiges Ziel ist die Qualifizierung von Lehrlingsausbilderinnen und Lehrlingsausbildern nicht nur in fachlicher Hinsicht, sondern vor allem in den Bereichen Personal, Sozial und Methodenkompetenz.
Ziel ist die Dokumentation und der Nachweis von absolvierten Fortbildungsmaßnahmen, welche von Tiroler Lehrlingsausbilderinnen und -ausbildern zur Erhöhung
Ihrer Qualifikationen im Lehrlingsausbildungsbereich absolviert wurden. Das Resultat bestens ausgebildeter Ausbilderinnen und Ausbilder wiederum ist eine stetige Qualitätsverbesserung in der dualen Ausbildung – zum Wohl der Unternehmen, der Gesellschaft und jedes einzelnen Lehrlings.
Mit dem Projekt "Weiterbildungspass für LehrlingsausbilderInnen" sollen Ausbilderinnen und Ausbilder zum lebenslangen Lernen motiviert und dabei unterstützt werden.
Wichtig ist dem Ausbilderforum außerdem, durch die Empfehlung von Themenkreisen, Richtungen vorzugeben, die den Anforderungen der Zukunft entsprechen.
Die Ausbilderinnen und Ausbilder selbst erfahren Anerkennung durch die Verleihung von Zertifikaten und Diplomen. Somit ist ihnen ein Instrument in die Hand gelegt, um – neben der fachlichen Qualifikation – auch ihre Selbst- und Sozialkompetenz zu dokumentieren.

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Stellenwert der AusbilderInnen

AusbilderInnen für die Gesellschaft
Ausbildung ist die Grundlage für eine funktionierende Gesellschaft. Niedrige Arbeitslosenzahlen und eine der höchsten Beschäftigungsraten in Europa
sind eine Folge konsequenter Bildungs- und Ausbildungspolitik der Betriebe und der Verantwortlichen der Landesregierung, der Wirtschaftskammer und der Arbeiterkammer Tirols.
Der eigentliche Schlüssel zum Erfolg liegt in den Händen jener, die unsere Jugend täglich (aus-)bilden und erziehen: In den Händen der Lehrerinnen und Lehrer in den Pflicht- und Berufsschulen. In den Händen der Ausbilderinnen und Ausbilder in Gewerbe und Handwerk, Industrie, Handel, Gastronomie, Tourismus und
Dienstleistungsunternehmen. Auch die steigende Anzahl von Lehrlingen, die nach ihrer Lehrzeit die Berufsreifeprüfung absolvieren, ist ein Kennzeichen für die hohe Qualität dieses Bildungsweges in Tirol.

AusbilderInnen für die Jugend
Ausbildung entscheidet über die Zukunft der Jugendlichen. Ein Großteil der 276.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Tirol sind ehemalige
Lehrlinge. Zur Zeit machen circa 13.000 junge, hoffnungsvolle Menschen in mehr als 4.500 Firmen eine Lehre. Sie lernen von engagierten Fachkräften und in kurzer Zeit werden sie selbst wertvolle Fachkräfte, hoch qualifizierte MitarbeiterInnen oder sogar Unternehmer sein (Daten der WK-Tirol).
Beruflicher oder materieller Erfolg ist allerdings nicht das einzige Kriterium einer zeitgemäßen Karrieredefinition. Karriere in ganzheitlichem Sinn beinhaltet auch die Förderung und Entwicklung des Persönlichkeitspotentials, das qualitative Wachstum zur selbstbestimmten, selbstverantwortlichen, kritik- und kommunikationsfähigen Persönlichkeit. Geschulte Ausbilderinnen und Ausbilder fördern diese Entwicklung und legen so den Grundstein für "Karriere" in einem weit gefassten Verständnis.

AusbilderInnen für die Wirtschaft
Ausbildung ist der Motor der Wirtschaft.
Ehemalige Lehrlinge arbeiten heute als betriebliche ExpertInnen oder übernehmen Managementaufgaben. Sie sind erfolgreich im Handwerk oder im Tourismus, sie sind anerkannte Fachkräfte, machen Karriere in allen Sparten der Wirtschaft und gründen oft selbst ein Unternehmen. Die Struktur unserer Wirtschaft, mit ihrer Vielfalt an erfolgreichen Branchen und Unternehmen, wäre ohne diese jahrzehntelange, positive Entwicklung nicht denkbar.

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Wer steht dahinter? Aubau und Organisation

Der Weiterbildungspass für LehrlingsausbilderInnen ist eine Initiative des Ausbilderforums Tirol im Auftrag des Landes Tirol. Das Ausbilderforum ist keine
Bildungseinrichtung im herkömmlichen Sinn. Zusätzlich zu eigenen Kursen und Seminaren, veranstaltet das Ausbilderforum auch Vernetzungsaktivitäten, wie etwa den jährlichen Tiroler LehrlingsausbilderInnen Kongress. Die Administration und Verwaltung des Weiterbildungspasses für LehrlingsausbilderInnen wird vom Ausbilderforum durchgeführt. Im Zuge dieser Tätigkeit, strukturiert und bewertet das Ausbilderforum die (Weiter-) Bildungsangebote bestehender Institutionen für eine Qualifikation von LehrlingsausbilderInnen – und lässt somit deren Können öffentliche Anerkennung zukommen.

Ganzheitliche Lehrlingsausbildung verlangt nach
ganzheitlicher Qualifikation der AusbilderInnen

Die Weiterbildungsempfehlungen des Weiterbildungspasses richten sich insbesondere auf die beiden Themenkreise Selbst- und Sozialkompetenz, die neben der vorauszusetzenden fachlichen Qualifikation immer wichtiger werden. Die Weiterbildungsinstitutionen des Landes bieten ein breit gefächertes Kurs- und Seminarangebot an, das zu diesen Themenkreisen gezählt werden kann.

Selbstkompetenz
Die Vermittlung von Selbstkompetenzen an jugendliche Lehrlinge ist ein dauernder, täglicher Prozess während der gesamten Lehrlingsausbildung. Diese Vermittlung erfolgt sehr oft unbewusst, zum Beispiel durch die so wichtige Vorbildwirkung der AusbilderInnen. Um den gestiegenen Anforderungen zu genügen, muss sie aber in Zukunft sicher gezielter durchgeführt werden. Unter Selbstkompetenzen verstehen wir Fähigkeiten der Jugendlichen wie: Selbsteinschätzung, Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit, Konzentration, Kreativität, Zuverlässigkeit und Ausdauer, Wertebewusstsein, Neugier- Lern- und Leistungsbereitschaft. Um diese Kompetenzen vermitteln zu können, empfehlen wir Weiterbildungen, die das Verständnis für die individuelle
Situation der Jugendlichen fördern, alle Bereiche der Pädagogik, Ausdrucksfähigkeit, Sprache und Rhetorik, Kreativität, Moderation und Coaching.

Sozialkompetenz
Darunter verstehen wir Fähigkeiten der Jugendlichen, sich im sozialen Umfeld des Unternehmens, der Familie oder des Freundeskreises sicher und wertschaffend zu bewegen: Kommunikations- und Teamfähigkeit, Kooperation und Abgrenzung, die Fähigkeit zu konstruktiver Kritik, Respekt und Toleranz. Dazu empfehlen wir Weiterbildungen im Bereich der Teamarbeit, Coaching, Psychologie, Gruppendynamik, Konfliktmanagement, Pädagogik, Führung- und Persönlichkeitsentwicklung.

Für detaillierte Auskünfte stehen das Ausbilderforum und die Kundeninformationen der Weiterbildungsinstitutionen zur Verfügung.

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Der Weg zur Diplomierten Lehrlingsausbilderin bzw. zum Diplomierten Lehrlingsausbilder

Der Weg zur Diplomierten Lehrlingsausbilderin bzw. zum Diplomierten Lehrlingsausbilder

Wer kann den Weiterbildungspass beantragen?
Basis für eine Teilnahme am „Weiterbildungspass für LehrlingsausbilderInnen“ ist die Ausbilderprüfung oder das Ausbildertraining mit Fachgespräch.

Wo kann man den Weiterbildungspass beantragen?
Interessierte Ausbilderinnen und Ausbilder erhalten den Weiterbildungspass und alle notwendigen Informationen beim Ausbilderforum. Auch auf der Homepage des Ausbilderforums "http://www.ausbilderforum.at" erfahren Sie mehr.

Wie funktioniert der Weiterbildungspass
Der Weiterbildungspass gliedert sich in drei Qualifikationsstufen. Für jede Stufe werden die von Ihnen absolvierten Fortbildungen eingetragen, die die Inhalte der weiter unten dargestellten Qualifizierungsbereiche aufweisen. Die absolvierten Fortbildungsmaßnahmen, wie sie in den maßgeschneiderten Kursen und Seminaren des Ausbilderforums oder bei allen anderen Weiterbildungseinrichtung, wie z. B. des WIFI, des BFI oder ähnlicher Institutionen angeboten werden, werden nach einem ebenfalls unten dargestellten System mit Bildungspunkten bewertet. Anhand der vorgegebenen Kriterien des Weiterbildungspasses können Sie selbst die in den Kursen, Seminaren und firmeninternen Trainings- und Ausbildungsprogrammen erreichten Bildungspunkte einordnen. Die endgültige Zuordnung obliegt der Jury. Berücksichtigt werden alle Weiterbildungsveranstaltungen, die innerhalb der letzten 5 Jahre besucht wurden.
Stichtag ist das Datum des Antrags (Eingangsstempel beim Ausbilderforum) bzw. die Kurstermine der Weiterbildungsaktivitäten.

Für jede Qualifikationsstufe muss eine bestimmte Anzahl von Bildungspunkten nachgewiesen und – ab der zweiten Stufe – eine Projektarbeit erarbeitet werden. Nach dem Erreichen der erforderlichen Punkteanzahl einer Qualifikationsstufe steigt man in die nächste Stufe auf. Zwar können Fortbildungs-maßnahmen der nächst höheren Stufe vor der Erfüllung aller Erfordernisse der vorigen Stufe absolviert werden, ein Überspringen einer Stufe ist aber nicht möglich (eine Zertifizierung einer bestimmten Stufe setzt die Zertifizierungen aller vorherigen Stufen voraus). Das Erreichen aller Erfordernisse für eine Qualifikationsstufe wird vom Ausbilderforum dokumentiert. Nach erfolgreichem Durchlaufen aller drei Stufen wird das Dekret „Diplomierte Lehrlingsausbilderin/diplomierter Lehrlingsausbilder“ vom Land Tirol verliehen.

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Qualifikationsstufen

 

Die Zertifizierung im Rahmen des Weiterbildungspasses für LehrlingsausbilderInnen erfolgt
auf 3 Qualifikationsniveaus.

Qualifikation in drei Stufen
Die Qualifikation und Auszeichnung der Ausbilderinnen und Ausbilder im Rahmen des
Weiterbildungspasses erfolgt in drei Stufen:
Qualifikationsstufe 1:
Erlangung des „Lehrlingsausbildungszertifikates Stufe 1“ mit 25 Bildungspunkten
Qualifikationsstufe 2:
Erlangung des „Lehrlingsausbildungszertifikates Stufe 2“ mit 40 weiteren Bildungspunkten
und einer Projektarbeit
Qualifikationsstufe 3:
Auszeichnung „Diplomierte/r LehrlingsausbilderIn“ mit 70 weiteren Bildungspunkten
und einer Projektarbeit.

In diesen drei Stufen gibt es fünf Themenbereiche, für die je nach Qualifikationsstufe
eine bestimmte Anzahl von Bildungspunkten erreicht werden muss:
1. Qualifizierungsbereich „Persönlichkeit“
2. Qualifizierungsbereich „Umgang mit Jugendlichen“
3. Qualifizierungsbereich „Fachliche Qualifikation“
4. Qualifizierungsbereich „Arbeitsmethoden“
5. Qualifizierungsbereich „Jugend und Gesellschaft“

Qualifikationsstufe 1


Qualifizierungsbereich

Mindestpunkte

1) Persönlichkeit:

mögliche Themen sind: Selbstmanagement, Gesprächs­führung, Rhetorik, Präsentation, Moderation, Kommunikation, Gedächtnistraining, Sprachen, usw.

6 Punkte

2) Umgang mit Jugendlichen:

mögliche Themen sind: Führungsverhalten, Teambildung, Teamverhalten, Gruppendynamik, Konfliktbewältigung, Lernmotivation, usw.

12 Punkte

3) fachliche Qualifikation:

mögliche Themen sind: neue Technologien, neue Anforde­rungen bei Dienstleistungen, EDV, usw.

7 Punkte
Mindestpunkteanzahl auf Stufe 1 25 Punkte

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Qualifikationsstufe 2


Qualifizierungsbereich

Mindestpunkte

1) Persönlichkeit:

mögliche Themen sind: Selbstmanagement, Gesprächs­führung, Rhetorik, Präsentation, Moderation, Kommunika­tion, Gedächtnistraining, Sprachen, NLP-Techniken, usw.

12 Punkte

2) Umgang mit Jugendlichen:

mögliche Themen sind: Führungsverhalten, Teambildung, Teamverhalten, Gruppendynamik, Konfliktbewältigung, Lernmotivation, usw.

20 Punkte

3) Arbeitsmethoden :

mögliche Themen sind: Lernmodelle, Projektmanagement, Ausbildungsplanung, Erfolgskontrolle, Qualitätsmanage­ment, usw.

8 Punkte
Mindestpunkteanzahl auf Stufe 2 40 Punkte

 

Für diese Qualifikationsstufe ist zusätzlich zu den Bildungspunkten die Ausarbeitung einer mindestens zehnseitigen Projektarbeit gefordert. Es soll dabei ein konkretes Projekt beschrieben werden, das im Rahmen der Ausbildungstätigkeit durchgeführt wurde. Dabei können zur Erstellung der Projektarbeit vom Ausbilderforum nach Möglichkeit Hilfestellungen und Beratung angeboten werden.

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Qualifikationsstufe 3 = „Diplomierte/r Lehrlingsausbilder/in“

Qualifizierungsbereich

Mindestpunkte

1) Persönlichkeit, Führung, Coach:

mögliche Themen sind: Selbstmanagement, Gesprächs­führung, Rhetorik, Präsentation, Moderation, Kommunika­tion, Mediation, Gedächtnistraining, NLP-Techniken, Coa­ching, usw.

20 Punkte

2) Jugend und Gesellschaft:

mögliche Themen sind: Jugend heute, Jugendkulturen, Entwicklungspsychologie, Jugend und Wertewandel, Ju­gend und politische Mitbestimmung, usw. Denkbar ist in diesem Bereich auch die Bewertung des Engagements in Prüfungskommissionen, bei Elternabend, im Ausbilder­forum o.ä.

30 Punkte

3) Arbeitsmethoden:

mögliche Themen sind: Lernmodelle, Projektmanagement, Ausbildungsplanung, Erfolgskontrolle, Qualitätsmanage­ment, usw.

20 Punkte

Mindestpunkteanzahl auf Stufe 3

70 Punkte

 

Auch für die Stufe 3 ist die Erarbeitung und Beschreibung eines Projektes gefordert. Ablauf und Themenbereiche sind mit jenen der Stufe 2 identisch.

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Punktesystem

Anrechenbar sind Weiterbildungsmaßnahmen, welche nicht länger als fünf Jahre zurück liegen.

Die Bildungspunkte sind ein leicht nachvollziehbares System, um Ihre Weiterbildungsaktivitäten und -initiativen zu bewerten. Bildungspunkte können in Vorträgen, Seminaren, Workshops und Lehrgängen gesammelt und von den TeilnehmerInnen selbst, anhand der Kriterien des Weiterbildungspasses, strukturiert werden. Die endgültige Zuordnung obliegt der Jury.

Jede besuchte Weiterbildungsveranstaltung wird nach folgenden Kriterien beurteilt und mit Bildungspunkten bewertet:

nach Art der Weiterbildung:

1 Punkt für Vorträge und Referate
3 Punkte für Seminare, Kurse, Workshops und Lehrgänge

nach der Dauer der Veranstaltung:

1 Punkt für Veranstaltungen bis zu 3 Stunden
3 Punkte bei 4 bis 12 Stunden
5 Punkte über 12 Stunden

nach dem persönlichen Zeitaufwand:

1 Punkt für Kursbesuch während der Arbeitszeit
2 Punkte für Kursbesuch in der Freizeit

wenn die Ausbildung mit einer Prüfung oder Arbeitsaufgabe abgeschlossen wurde:

2 Punkte für einen positiven Abschluss

Weitere Kriterien der Punktevergabe:
Fehlen für die Stufe 1 noch Punkte, die Stufe 2 ist aber schon vollständig, dann muss
zuerst die Stufe 1 erfüllt werden, um für Stufe 2 ein Zertifikat verliehen zu bekommen.
Es können Kurse für die Stufe 3 absolviert werden, auch wenn die ersten zwei Stufen
noch nicht erreicht wurden.

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Projektarbeiten

Für die Qualifikationsstufen 2 und 3 ist, zusätzlich zu den Bildungspunkten, die Ausarbeitung einer mindestens zehn- bzw. zwanzigseitigen Projektarbeit gefordert. Es soll ein konkretes Projekt beschrieben werden, das im Rahmen der Ausbildungstätigkeit von den AntragstellerInnen durchgeführt wurde. Es kann in der Projektarbeit aber auch ein geplantes oder gewünschtes Projekt bearbeitet werden. Dies kann auch als Impuls genommen werden, um ein neues Projekt zur Ausbildungsoptimierung zu initiieren und durchzuführen. Zur Erstellung der Projektarbeit kann vom Ausbilderforum nach Möglichkeit Hilfestellung und Beratung angeboten werden.
Das Ausbilderforum bietet ein Seminar an, in dem man ganz gezielt bei der Erstellung der Projektarbeiten begleitet wird.

Kerninhalte der Projektarbeit:

Ausgangssituation und Problemstellung
Ziele der Projektarbeit und Vorgangsweise
Themenbearbeitung
Umsetzungsmaßnahmen
Ergebnisse und Lernerfahrungen

Einige Beispiele für Projektthemen:

Förderung lernschwacher Lehrlinge
Rotation und Praxis im Betrieb
Schlüsselqualifikationen
Lernmethoden
Motivation im Betrieb
Konfliktbearbeitung im Betrieb
Ausbildungsplanung
Fördergespräche
Erfolgskontrolle
Erzieherische Fragen
Elternkontakte
Zusammenarbeit mit den Berufsschulen

Ein Beispiele eine Projektarbeiten zum Anschauen und Herunterladen

Die ersten drei Lehrtage als Erlebnis in der „NAFING-HÜTTE“ (pdf-Dokument, 561 KB)
"Nachdem wir [...] vor vier Jahren die Herausforderung annahmen in die Lehrlingsausbildung zu wechseln wurde uns klar, dass wir einiges verändern wollten und auch mussten. Eine unserer Ideen war es, den Lehrbeginn unserer neuen Lehrlinge als „Welcome Days“ als ganz besonderes Erlebnis zu gestalten. [....] "

 

Zum Herunterladen:
Beurteilungskriterien für Projektarbeit der Stufe 2 (pdf-Dokument, 21 KB)
Beurteilungskriterien für Projektarbeit der Stufe 3 (pdf-Dokument, 21 KB)

Der Zeitpunkt des Projektbeginns obliegt der Entscheidung der AusbilderInnen. Sie werden sich nach den Gegebenheiten und Erfordernissen ihres Ausbildungsbetriebes richten. Die Erstellung von Projektarbeiten kann – je nach Thema und Beobachtungszeitraum – sehr unterschiedlich lange Perioden umfassen.
Ausarbeitung und Abgabe der Projektarbeit
Jährlich per Mitte April können die Projektarbeiten beim Ausbilderforum eingereicht werden (bitte schriftlich in zweifacher Ausfertigung einreichen.). Sollte die Jury bis Mitte Juni zur Ansicht kommen, dass die Projektarbeit noch nicht auszeichnungswürdig ist, besteht bis Mitte August Gelegenheit, Verbesserungen vorzunehmen und das Projekt noch einmal einzureichen.

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Einreichung der Unterlagen für den Weiterbildungspass für LehrlingsausbilderInnen

Bei Vorliegen einer ausreichenden Anzahl von Weiterbildungsveranstaltungen (sowie ab Stufe 2 einer Projektarbeit), können die Unterlagen (bzw. die fertige Arbeit) beim Ausbilderforum eingereicht werden. Dazu senden Sie Ihren Weiterbildungspass mit Ihren Unterlagen an das Ausbilderforum. Aus den Unterlagen müssen folgende
Informationen ersichtlich sein:
Kurstitel und -dauer
Inhalt
Datum
Kontaktdaten der Bildungsinstitution

Wir bitten Sie, die Besuchsbestätigungen und allfällige Zeugnisse der von Ihnen angeführten Weiterbildungen Ihrem Antrag in Kopie beizulegen.

Beigelegt soll ein Kurzbrief werden, mit Ihren Kontaktdaten, Datum und Ihrer Unterschrift und folgendem Inhalt: „Hiermit beantrage ich die Bestätigung und Zertifizierung meiner Weiterbildungen im Rahmen des Weiterbildungspasses für LehrlingsausbilderInnen.“
Die Unterlagen können unabhängig von einem fixen Termin jederzeit eingereicht werden. Allerdings können für die Verleihung der Zertifikate und Diplome des jeweilig laufenden Jahres nur mehr jene Unterlagen berücksichtigt werden, die bis Mitte August des laufenden Jahres beim Ausbilderforum einlangen.
Sie erhalten bis Mitte September Bescheid über Ihren Status Quo, bzw. ob Sie sich schon für ein Zertifikat oder für die Auszeichnung „Diplomierte/r LehrlingsausbilderIn“ qualifiziert haben.

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Fristen


Angerechnet werden all jene Veranstaltungen, die nicht länger als 5 Jahre zurück liegen. Stichtag ist das Datum des Antrags (Eingangsstempel beim Ausbilderforum) bzw. die Kurstermine der Weiterbildungsaktivitäten.
Abgabetermin für Projektarbeiten ist Mitte April jeden Jahres. Beginn ist jederzeit möglich.
Abgabetermin für alle Unterlagen, die noch im laufenden Jahr bei der Verleihung berücksichtigt werden sollen, ist Mitte August jeden Jahres.
Bis Mitte September jeden Jahres erhalten alle TeilnehmerInnen Bescheid über den Status Quo.

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Jury


Eine Jury aus Bildungsverantwortlichen sowie AusbildungspraktikerInnen, die vom Land Tirol, der Tiroler Wirtschaftskammer sowie der Tiroler Arbeiterkammer ernannt werden, entscheidet über die Gewichtung und Bewertung der jeweiligen Bildungsmaßnahme und der Projektarbeit. Die Jury prüft den Antrag und verleiht das entsprechende Zertifikat.
Der Jury obliegt im wesentlichen die Anerkennung von Bildungsveranstaltungen für den Weiterbildungspass sowie die Punktebewertung im allgemeinen anhand von exakten Kriterien, wobei alle Bildungsveranstaltungen angerechnet werden können, die seitens des Betriebes selbst oder eines Bildungsträgers urchgeführt wurden und den geschilderten Anforderungen entsprechen und im Einzelfall die Beurteilung einer absolvierten Fortbildungsmaßnahme als geeignete Maßnahme im Sinne dieser Richtlinien und die punktemäßige Gewichtung der für die Eintragung in den Weiterbildungspass eingereichten Bildungsmaßnahme, sowie die Beurteilung der Projektarbeit.
Eine Berufungsmöglichkeit gegen die Juryentscheidung besteht nicht.

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Auszeichnung - Verleihung der Diplome und Zertifikate


Die feierliche Übergabe der Zertifikate und Diplome durch das Land Tirol erfolgt im Rahmen des jährlich im Oktober/November vom Ausbilderforum organisierten „Tiroler LehrlingsausbilderInnen Kongresses“.


Interessierte Ausbilderinnen und Ausbilder erhalten den Weiterbildungspass und sämtliche Informationen beim Ausbilderforum:


Kaiserjägerstraße 4a, 6020 Innsbruck
Telefon: 0512/56 27 91-23, Fax: 0512/56 27 91-51, Mobil: + 43 (0) 664 5010573,
email: office@ausbilderforum.at
http://www.ausbilderforum.at

Wir wünschen viel Erfolg!

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